Hebammenarbeit heute

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Hebammenarbeit: Von der Planung bis zur Stillzeit

Hebammen sind die einzigen Fachleute, die eine Geburt in ihrer Gesamtheit betreuen. Der Bogen der Hebammenarbeit spannt sich idealerweise von der Familienplanung bis zur Stillzeit und endet erst, wenn die Familie sicher und selbstwirksam handeln kann. Dabei betrachten Hebammen „alle Ereignisse dieser Lebensphase als sich gegenseitig beeinflussend“ (zu Sayn-Wittgenstein 2007) und begleiten professionell und mit Achtsamkeit.

 

Hebammen unterstützen den natürlichen Verlauf von Schwangerschaft und Geburt. Sie sind dazu ausgebildet, Frauen vollumfänglich medizinisch zu betreuen. Ein Arzt wird nur dann hinzugezogen, wenn etwas nicht regelgerecht verläuft.

 

Bündnispartnerinnen der Frauen

Hebammen geben Frauen Zuversicht in ihre eigene Körperkompetenz. Als verlässliche Partnerinnen respektieren sie die individuellen Wünsche und Bedürfnisse der Frauen. Sie unterstützen Frauen, Schwangerschaft und Geburt gestärkt zu erleben und fördern die Einheit von Mutter und Kind. Ihr Ziel ist die so genannte Salutogenese: ermutigen, Vertrauen fördern, das Normale und nicht das Krankhafte im Blick haben.

Dabei stehen Hebammen den Frauen mit ihrer Erfahrung und ihrem Fachwissen zur Seite. Ihr Ziel ist, dass sie in allen Aspekten der Geburt eine informierte Entscheidung treffen können.

Frau und Familie im Mittelpunkt

Besonders nach der Geburt des ersten Kindes unterstützen Hebammen die Eltern dabei, sich in der neuen Lebenssituation zurechtzufinden. Ein gutes Selbsterleben der Frau und ihrer Familie steht dabei im Mittelpunkt der Hebammenarbeit. Durch ihren langfristigen und regelmäßigen Einsatz tragen Hebammen zur Bildung einer gesunden Bindungsentwicklung bei.

Untersuchungen zeigen, dass eine gute Hebammenbetreuung zu weniger Frühgeburten, weniger medizinischen Eingriffen während der Geburt, zu kürzeren Krankenhausaufenthalten und zu längerem und häufigerem Stillen führen kann.

Hebammenarbeit hat viele Dimensionen

Hebammen betreuen Geburten im Krankenhaus, im Geburtshaus und zuhause. Manche Kliniken bieten die Begleitung durch eine Beleghebamme an. Beleghebammen arbeiten, ebenso wie die Hebammen in der außerklinischen Geburtshilfe freiberuflich. Auch die in einer Klinik angestellten Hebammen sind meistens zusätzlich noch freiberuflich tätig, zum Beispiel in der Wochenbettbetreuung oder mit Kursen. Geschätzt 70 Prozent aller Hebammen in Deutschland arbeiten (auch) freiberuflich.

 

Hebammen arbeiten freiberuflich:

  • in der Schwangerschaftsvorsorge
  • in der Schwangerschaftsberatung
  • in der Geburtsvorbereitung
  • als Hausgeburtshebammen oder Beleghebammen
  • in hebammengeleiteten Einrichtungen
  • als (Familien-) Hebammen in den Frühen Hilfen
  • in der Wochenbettbetreuung
  • in der gesamten Stillzeit
  • in der Phase der Familienbildung / Bindungsförderung

Hebammen arbeiten angestellt:

  • in den Kreißsälen der Kliniken
  • auf den Wochenbettstationen der Kliniken
  • in Hebammenschulen
  • als Hebammenwissenschaftlerinnen/Pädagoginnen
  • als Familienhebammen bei sozialen Trägern oder öffentlichen Diensten

Mehr Informationen zur Hebammenarbeit, zum Hebammenberuf und zu dessen aktuellen Herausforderungen finden Sie unter: www.unsere-hebammen.de

 

 

Die Durchführung des Zukunftsforums Geburtshilfe wird freundlicherweise ermöglicht durch folgende Unterstützer:

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